AVATARIA - Apocalyptic

ARTIST: AvatariA
TITLE: Apocalyptic
RELEASE DATE: 02.10.2020
GENRE: Semphonic Dark Metal
COUNTRY / CITY: Berlin / Germany
RUNNING TIME: 20:55
RATING: 8 / 10


FACEBOOK  --  WEBSITE  --  YOUTUBE  --  INSTAGRAM  --  BANDCAMP


Die ersten Klänge des Openers "Joker" lassen zwar wenig Zweifel an seinen Urhebern aufkommen; die sich in der Folge allmählich entfesselnde Dramatik eines schwarz stürmenden Requiems offenbart. "No Respect" ist ein unglaubliches Brett, die sprichwörtliche Faust in die Fresse und Ausdruck puren Zerstörungswillens, wobei die schleppenden Parts den Song um so brutaler erscheinen lassen. Die zornigen Ausbrüche treffen auf "Apocalyptic" aber noch gewaltiger und effektiver, weil sie spätestens ab dem zweiten Album-Drittel als Gegenpole in einem Konstrukt funktionieren, das ansonsten fast schon simplere Strukturen mit Raum zum Atmen favorisiert. "Apocalyptic" entpuppt sich so als ein bedächtig wachsendes Album, weil es erst im Nachgang seine wirkliche Tiefe eröffnet. "The Ripper" mit seinen dezenten Keyboardparts und "Twilight" durch seine Auflösung in angeschwärzte, fast schon Black-Metal-Riffing, zählen zu den Highlights auf dem Album. Solche im AVATARIA Klangkosmos bis dato maximal durchs Dickicht eruptiver Gewaltphantasien durscheinenden Elemente sind mehr als aufmerksamkeitsheischendes Beiwerk und der Grund, wieso "Apocalyptic" durch eine geeinte Atmosphäre wirkt. Faktisch leisten sich AVATARIA nicht einen Moment der Schwäche und haben zweifellos ein überaus unerwartetes Album geschaffen, mit dem sie sich ein erhebliches Stück neu erfinden. Zuletzt sei noch das unsterbliche "Under the Black Sun" genannt, das ein fantastisches Album beschließt.



TRACKLIST:
Joker
No Respect
The Ripper
Twilight
Under the Black Sun

LINE-UP:
Tommy (vocals/guitar)
Carlos (keyboard)
Max (drums)
Tölle (bass/back vocals)


09.01.2021 -- Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2021

YOUTUBE - TWITTER - FACEBOOK - INSTAGRAM - EMAIL