DRACONIS - Anthems for an Eternal Battle

ARTIST: Draconis
TITLE: Anthems for an Eternal Battle
LABEL: Brutal Records
RELEASE DATE: 31 July 2020
GENRE: Death Metal
COUNTRY / CITY: Río Gallegos
RUNNING TIME: 35:27
RATING: 7 / 10


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DRACONIS einzuordnen, ist kaum möglich, weil sie sich in kein stilistisches Korsett zwängen, keinen vertrauten Schemata folgen. In einer Melange aus Death Metal, aus Thrash und Metal kreieren sie eine ziemlich anspruchsvolle und in einigen Momenten auch zu leichter Kopflastigkeit neigenden Spielart, ihrem ganz persönlichen Entwurf von gitarrendominierter Musik. Der Einstieg verläuft noch ziemlich quer, DRACONIS genießen es sichtlich, den Hörer regelrecht zu überrollen. Die enorme Vielseitigkeit des Albums wird gleich mit dem ersten Stück und Titeltrack "Anthems for an Eternal Battle" deutlich. Verspielte Melodien, bedrohliches Riffing lullen den Hörer sirenenhaft ein, bevor sich unerwartet ein Orkan postmetallischer Entrüstung schallend entlädt. "Puppets who ignore their Masters" pendelt sich gegen Ende auf einer Linie mit steigender Spannung und großem Finale ein. Besonders bei "Inner Quest" und "My last Journey" gelingt der Wechsel zwischen harten Arrangements und Melodie. Erst beim "Shadows of Emptyness" kehren die groben Kanten und die Aggression des Anfangs wieder zurück, finden aber zu einem versöhnlichen Ende. Im weiteren Verlauf hat man mit dem treibenden "Remember the Unremembering", einem der stärksten Songs der Platte. Melodisch eindringliche, hochkarätiger Songs die nicht nur außergewöhnlich facettenreich sind, sondern vor allem in jeder Phase eine ausgeprägte Individualität an den Tag legen.Keine leichte Kost, die hier serviert wird, aber dafür ein mehrgängiges, anspruchsvolles Menü mit interessanten Details wie zum Beispiel in "Ship of Illusions" und "Traitors of Everyday". Die Melange aus den verschiedenen Stilen ist gelungen "Lost Angel" und "Falling into Darkness Avantgarde" stehen für Geradlinigkeit in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander. Der Sound ist klar, zackig und sehr differenziert.  "Anthems for an Eternal Battle" stellt sich, tatsächlich sehr überraschend, als echter Volltreffer und Geheimtipp heraus.



TRACKLIST:
Anthems for an eternal Battle
Puppets who ignore their Masters
Inner Quest
My last Journey
Shadows of Emptyness
Remember the Unremembering
Ship of Illusions
Traitors of Everyday
Lost Angel
Falling into Darkness

LINE-UP:
Gerardo Vargas:  Vocal & Guitar
Bruno Vargas:  Lead Guitar
Marcos Villarroel:  Bass
Cesar Roman: Drums


20.07..2020  Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020

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