ENDLEVEL  - Time To Kill

ARTIST: Endlevel
TITLE: Time To Kill
LABEL: Self-release
RELEASE DATE: 04.11.2017
GENRE: Thrash / Death Metal
COUNTRY / CITY: Balingen
RATING: 8 / 10


Was Ken, Robin, Jonas, Saša und Robin uns auf Time To Kill bieten, ist einfach kompromißloser Nackenbrecher-Metal, welcher derart gut gespielt ist, dass selbst das ein oder andere Metal Flagschiff vor Neid erblasst. Kann schon Spaß machen, so ein beinharter Stiefeltritt. Wenn er musikalisch daherkommt. Im Fall von ENDLEVEL paaren sich Thrash Metal und Death Metal eifrig, um allen Rezipienten ein Energiebündel von Album zu bieten. Panzerblut ein lupenreiner Anheizer, der schon an den richtigen Stellen das Tempo verringert, um zu stampfen Platz zu machen, das sich gemütlich auf ein simples Riff legt. Danach erscheint State Of Emergency automatisch wie die Ruhe vorm Sturm. Das sich entfesselnde Main-Riff bestätigt den Eindruck und erweckt einen zweiten: ENDLEVEL sind im Begriff, mit Time To Kill ein ungezügeltes Riff-Feuerwerk abzubrennen. In jedem Fall versprüht das Cover einen recht signifikanten Oldschool-Charme, und ja, auch der Sound ist angenehm organisch. Die Instrumente sind gut ausbalanciert, der Klang ist alles andere als modern und steril, aber trotzdem klar und differenziert. Neben den ersten zwei Liedern ist Violent Moshpit ein klarer Anspieltipp: Erst ballert es ordentlich los, später gesellen sich Melodien dazu.


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Die Songstrukturen, die von einer Sekunde auf die andere von knallhartem Riffing in wunderbar lange, tragende Melodien wechseln, (Time To Kill, Sounds Of The Fallen Soldiers), wobei jedoch die Melodien weniger Ohrwurmcharakter als vielmehr eine wellende Linie jenseits der Vorhersehbarkeit bieten. Das schwäbische Quintett glänzt durch stimmige Songs, die Zugänglichkeit und mitreißende Beats charakterisieren. Neben breiten, harten Gitarrenriffs haben an der dichten  Klangwand sowohl der abwechslungsreiche und sympathisch rüberkommende Gesang, der zwischen Agression und Bedrohlichkeit variiert.Abwechslung scheint eines der Trademarks Accelerators zu sein, und so dürften einige Wochen oder Monate vergehen, ehe man sich satt gehört hat. Das stark riffgeprägte Material ist technisch auf einem nicht zu beanstandenden Niveau, vor allem die Drums erfreuen durch präzise und gekonnte Fills. Stücke wie Masterpiece Of Terrorising, Legion Of Chaos oder Endlevel lassen des öfteren Erinnerungen an besseren Zeiten aufkommen und machen Mighty Hunter auf jeden Fall zu einem Anspieltipp. Letzteres als Single Edit vertreten. Als Rausschmeisser dient Incest, bei dem ENDLEVEL tatkräftige Unterstützung von Traitor, Zanthropya Ex, Gutfuck und Indestructible bekommen.


TRACKLIST:
Panzerblut
State Of Emergency
Violent Moshpit
Time To Kill
Sounds Of The Fallen Soldiers
Masterpiece Of Terrorising
Legion Of Chaos
Endlevel
Mighty Hunter
Incest

LINE-UP:
Ken Ratheiser (Lead Guitar, Vocals)
Robin Willkommen (Rhythm Guitar)
Jonas Frey (Drums)
Saša Tripkovic (Bass)
Robin Richard (Lead Vocals


04.11.2017 -- Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2021

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