GEFRIERBRAND - Es war einmal...

 

ARTIST: Gefrierbrand

TITLE: Es war einmal...

LABEL: Eigenvertrieb

RELEASE DATE: 29.02.2020

GENRE: Melodic Dark / Black Forest Metal 

COUNTRY / CITY: Pforzheim, Baden-Württemberg, Germany

RUNNING TIME: 44:32

RATING: 8 / 10


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GEFRIERBRAND schaffen das, was viele Bands nur versuchen, nämlich ein Gesamtkunstwerk abzuliefern und ihnen ist es, das muss gesagt werden, blendend gelungen.Musikalisch im Black Metal angesiedelt, präsentiert sich GEFRIERBRAND ausgereift und aggressiv, wie der perfekt gewählte Opener und Titeltrack "Es war einmal" eindrucksvoll verdeutlicht.Tom "Majestix" Seyfarth Stimme verkörpert Aggression, ist dabei aber frappant verständlich und besonders das Schlagzeugspiel ist nicht von dieser Welt. Denn trotz des hohen Tempos und der Aggressivität sind die Songs auf "Es war einmal..." mit hohem Melodie-Anteil versehen. Neben all dem musikalischen Sperrfeuer, welches durchaus mit einigen technischen Finessen ("Das Schrättele") gespickt ist, haben sich auch immer wieder ruhigere, im Kontext der Band also midtempo-lastige, Passagen ("Tief im Forst") und gar ein melancholisches ("Totenhemdchen") eingeschlichen, wodurch das Album an Dynamik gewinnt. "Es war einmal..." überzeugt allein schon musikalisch auf ganzer Linie. Sowohl lyrisch mit Versionen von Märchen und Sagen aus dem deutschsprachigen Raum, als auch musikalisch (im positiven Sinne) gibt’s kein Happy End. Mit "Es war einmal..." liefern GEFRIERBRAND messerscharf und über die gesamte Albumlänge in jeglicher Hinsicht qualitativ ab. Langeweile ist dennoch nichts, was ich mit GEFRIERBRAND in Verbindung bringen könnte, dazu ist das Werk zu kräftig, packend und stimmig, als dass mir die Augenlieder schwer werden würden. Wirklich sehr angenehm ist auch, dass die Vocals nicht in den Vordergrund geschoben werden, sondern sich wunderbar mit dem instrumentalen Treiben ergänzen. Identität. Originalität. Klasse. Das Album gehört in jede gute Plattensammlung.



TRACKLIST:

01. Prolog (Instrumental)

02. Es war einmal

03. Die Boten des Todes

04. Der Graf von Gleichen

05. Wie Kinder Schlachtens miteinander gespielt haben

06. Totenhemdchen

07. Tief im Forst

08. Das letzte Haus (am Ende des Brotkrumenweges)

09. Grab aus Dornen

10. Das Schrättele

11. Rot

 

LINE-UP:

Ingo die Faust Bass

Tom "Majestix": Geschrei

Yannick das Biest: Drums

Santo Froscho der Froschkönig: Guitar

Lord Säsch von Speyenstein der Schläfrige: Guitar


28.02.2020  Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020

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