INFINITAS - Infernum

 

ARTIST: Infinitas

TITLE: Infernum

RELEASE DATE: 6. Dezember 2019

GENRE: Folk Heavy Metal

COUNTRY / CITY: Muotathal / Schweiz

RUNNING TIME: 52:31 min.

RATING: 8 / 10



"Infernum" hat alles, was ein richtig gutes Album an Qualitäten nur haben kann. Eingängige Melodien kennzeichnen die neue Platte ebenso aus, wie der ganz besondere INFINITAS Sound. Dabei bleibt man auf einem hohen musikalischen Niveau und das die ganze Scheibe hindurch, ohne einzubrechen, was man ja nun wirklich nicht häufig findet. Aber der Reihe nach: Der Opener "Afanc" klingt zwar vom Titel her nicht gerade nach sonderlich viel Spaß, könnte aber als erster Track auf der Platte nicht besser platziert sein, denn das melodische Mid-Tempo-Stück mit bestechendem Refrain macht gleich klar, dass die gesamte Scheibe nicht von schlechten Eltern ist. "Avnas" dann, ist eine Nummer, die einen netten Ohrwurm darstellt und unter anderem die erste Single Auskopplung des Albums präsentiert. INFINITAS hat hier stimmlich und auch schreiberisch alles gegeben. Herausgekommen sind außergewöhnliche und wahrlich angenehm ästhetische Gesangslinien und 13 grandiose Songs, inklusiver Vorspiele. Das darauf folgende "Utukki" entwickelt sich recht schnell zu einem melodischen Power Metal-Song in bester Manier. Klingt nach einen prickelnden Vergnügen und ist es dank viel melodischer Energie auch. Besonders zu erwähnen wäre hier die grandiose Schlagzeugarbeit von Piri Betschart gegen Ende des Songs. "Lilith" tritt danach in dieselben Fußstapfen und stellt ein Stück dar, das live dank mitreißenden Sangeslinien und einem eingängigen Sound eine echte Bank sein dürfte. Trotz der über neun Minuten, die wie im Fluge vorbeiziehen. Wobei gesagt werden muss, dass alle Songs, mit zwei Ausnahmen fünf Minuten oder länger sind. Die verträumte, atmosphärische Ballade "Rahu" ist einfach nur schön und verleiht mit Andrea Bölls charismatischen Stimme noch mehr Zauber und durch das Violinspiel von Savannah Childers einen ganz besonderen Charme. Im Übrigen die zweite Single von "Infernum" und mit "Avnas" zusammen die beiden kürzesten Tracks des Albums. "Tiamat" ist für mich persönlich der Höhepunkt der Platte und das nicht nur wegen des Gastauftrittes von Chrigel Glanzmann von Eluveitie, sondern das Gesamtbild ist stimmig und dem lauschenden Ohr wird so richtig der Gehörgang durch geputzt. Das Schlussstück "Vadatajs" beschließt eine grandiose Scheibe mit einer erneuten, grandiosen Sangesleistung von Andrea Böll. Die Gitarrenarbeit von Selv Martone muss hier auch einmal angesprochen werden. Souverän, wenn es um die schnellen Parts geht, aber auch in langsameren Gefilden bis hin zu den akustischen Parts einfach überragend. Für die Zusammenfassung bleibt ein wahnsinnig gutes Hammer-Album, das nicht nur die erwähnten Stücke enthält, nein, es gibt hier und ein kleines Intro, eine Prélude, die das Gesamtbild stimmig untermalen und nicht willkürlich irgendwo angehängt wurden. Immerhin sprechen wir von einem Konzeptalbum bzw. der weiterführenden Geschichte, die auf "Civitas Interitus" begann. Eine der besten Scheiben, die ich in den letzten Monaten gehört habe.



TRACKLIST:

Afanc 

A Manifested Nightmare 

Antahkarana In Flames (Avnas Prelude) 

Avnas 

Utukki 

Infernum Overture (Lilith Prelude) 

Lilith 

Rahu 

A Starless Universe (Tiamat Prelude) 

Tiamat 

Vadatajs 

The Seeker Of Truth 

Consultus (Memoria I) 

 

LINE-UP:

Andrea Böll • Vocals, Percussion

Selv Martone • Guitar, Virtual Instruments

Savannah Childers • Violin

Pirmin 'Piri' Betschart • Drums, Vocals, Percussion, Clarinette


11.01.2020  Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020

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