LAY IT ON THE LINE - A Candle In Hell

ARTIST: Lay It On The Line
TITLE: A Candle In Hell
LABEL: self-released
RELEASE DATE: 29/9/20
GENRE: Hardcore Metal
COUNTRY / CITY: South London
RUNNING TIME: 26:25
RATING: 8 / 10


Da wo LAY IT ON THE LINE aufschlagen, findet man nur noch verbrannte Erde vor. Keine unnötigen Elekrosamples, keine virtuosen Soli, keine komplizierten Breaks und erst recht kein Keyboard-Gedudel. Die Band weiß genau, wo ihre Stärken liegen. LAY IT ON THE LINE beehren uns mit "A Candle In Hell". Elf Songs erwarten uns und wie immer kann man sich blind auf die Qualität der Punk Rocker verlassen. "A Candle In Hell" macht großen Spaß und liefert hochwertiges Material. Smarte Lyrics und schnell einprägsame Melodien harmonieren miteinander, mancher Sing-a-Long Part zieht sofort, zum Beispiel bei dem Opener "Welcome To Austerity Britain". Langsame Stampfer wie" A Candle In Hell (Pt I.)" drücken sich mit alles zerfetzenden Punk-Hämmern der Marke "Nil Desperandum" oder "Treading Water" die Klinke in die Hand. Bei all dem Rotz und Dreck gibt es trotzdem coole Melodien wie das fast thrash-lastige "Winter In Boro", bei denen sich die Fans live die Seele aus dem Leib schreien werden. "In The Red" , steht diesem in nichts nach. Mit "Childhood Domestic Abuse Blues" gibt es auch die ruhigere Seite von LAY IT ON THE LINE zu hören.



Es geht aber auch deftig, "This Is The Deal" geht schon Richtung Hardcore, mit rauhen Vocals und schweren Gitarren. Alle Instrumente ballern natürlich mit ordentlich Schmackes aus den Boxen. Highlights sind für mich "The Last One Out", hier zeigt sich besonders die stimmliche Vielfalt der beiden Vokalisten, besonders der fast cleanen, weiblichen Stimme und das groovige, haßerfüllte "A Prostration". Abschliessend gibt es mit "A Candle In Hell (Pt II.)" einen sehr melodischen Rausschmeisser, bei dem die Gang-Shouts nicht fehlen dürfen. Auf "A Candle In Hell" nichts gebügelt oder geschönt. Und jeder, der seiner Sammlung mal wieder eine zeitlos gute Platte hinzufügen will, sollte auf jeden Fall reinhören! Wir hätten also große Melodien, aussagekräftige Texte, prägnante Hooks und zwei Tracks für die Ewigkeit. Was will man von einer Punk Rock Platte noch mehr erwarten?



TRACKLIST:
Welcome To Austerity Britain
Nil Desperandum
Winter In Boro
A Candle In Hell (Pt I.)
The Last One Out
Childhood Domestic Abuse Blues
In The Red
Treading Water
This Is The Deal
A Prostration
A Candle In Hell (Pt II.)


14.11.2020 -- Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020 

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