PORN - No Monsters In God´s Eyes - Act III

 

ARTIST: Porn

TITLE: No Monsters In God´s Eyes - Act III

LABEL: Les Disques Rubicon / Echozone 

RELEASE DATE: 27.03.2020

GENRE: Industrial Rock

COUNTRY / CITY: Frankreich

RUNNING TIME: 60:28

RATING: 9 / 10



Es ist wahrlich nicht leicht, in der gewaltigen Veröffentlichungsflut im heutigen Metalsektor noch neue, individuelle Bands auszumachen, die es schaffen, frischen Wind in die Szene zu bringen und den Liebhaber harter Gitarrenmusik auch mal mit etwas Neuartigem überraschen und erfreuen können. Es gibt derzeit zwar unzählige gute Neuerscheinungen, diese sind aber meist lediglich eine gelungene “Variation” bereits vorhandener Werke und befriedigen nicht das Begehren nach neuem, einzigartigem und aussergewöhnlichem Material, das wohl in den meisten von uns schlummert. Zum Glück gibt es da Bands wie PORN. Die Franzosen bedienen sich zwar auch der gängigen metallischen Subspielarten, schaffen es aber dennoch, einen bandeigenen Stil auf die Beine zu stellen, indem sie ein Gerüst aus Heavy Metal mit Anleihen aus der Industriellen Abteilung ausschmücken. Das heißt, es gibt wieder eine eigenständige Mischung aus Heavy Metal und Industrial-Metal zu hören.The One und Zinzin Stiopa ziehen hier ein paar echt schöne Melodien und knackige Riffs aus dem Hut, die den Hörer ohne Umschweife für sich einnehmen. Generell ist das Songwriting durchdacht. Gesanglich ist "No Monsters In God´s Eyes - Act III" mit das abwechslungsreichste und faszinierendste Album, das ich je vernommen habe! Die Musik selbst ist natürlich auch recht variabel, und vermittelt dem geneigten Hörer Stimmungen wie Melancholie, Wut, Stolz und Fröhlichkiet.  Müsste ich was empfehlen, würde ich mich womöglich für "A Lovely Day" oder auch den Ohrwurm "Low Winter Hope - Part 2" entscheiden. Unter dem Strich bleibt "No Monsters In God´s Eyes - Act III" ein sehr gelungenes Album, das viele unterschiedliche Komponenten griffig vereint und zu starken Songs werden lässt. Da es wegen der immensen Abwechslung aber doch etwas schwierig ist, die Musik der Band passend zu beschreiben, sollte sich am besten jeder selbst ein Bild von dem Einfallsreichtum machen und einfach mal in das eine oder andere Lied reinhören. 



TRACKLIST:

Dead In Every Eyes

High Summer Sun - Part 1

A Lovely Day

Low Winter Hope - Part 1

In An Endless Dream

Low Winter Hope - Part 2

Sky Outside

High Summer Sun - Part 2

Some Happy Moments

God´s Creatures

Low Winter Hope - Part 3

Among Dark Red Roses

Mr. Strangler´s Last Words

 

LINE-UP:

Mr Strangler : Vocals, drums programming, synth

The One : Synth, guitar

The Priest : Bass

Zinzin Stiopa : Guitar

Live drums : Lucas Delobelle / Simon Digonnet


22.03.2020  Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020

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