VELVET OCEAN - Purposes And Promises

ARTIST: Velvet Ocean
TITLE: Purposes And Promises
LABEL: Helsinki Records
RELEASE DATE: 7. Februar 2020
GENRE: Alternative Melodic Metal
COUNTRY / CITY: Finnland
RUNNING TIME: 40:16
RATING: 7 / 10


Gleich der fulminante Opener "It’s So Hard" zeigt dass hier absolut nichts nach Einheitsbrei klingt und eine Atmosphäre erschaffen wird, die fast greifbar ist. Nach der folgenden "Tonight" folgt dann unaufhaltsam Kracher auf Kracher; Meisterwerk auf Meisterwerk und Atmosphärenwechsel auf Atmosphärenwechsel. Und wenn man es dann noch hinbekommt so großartige Songs wie "Requiem", "Innocent Eyes" oder "Salvation" zu schreiben, darf man sich sicher sein eines der bedeutensten Metal Alben des Jahres rausgebracht zu haben. Zugegeben, so mancher Songaufbau kommt einem bereits bekannt vor, aber VELVET OCEAN vermögen es, etwas Neues, Spannendes zu erschaffen. Egal, ob der stampfende, filigrane, mitreißende Melodien à la "Truth Or Illusion" oder sanfte Balladen, die immer wieder in energische Bereiche eintauchen ("Butterfly") – "Purposes And Promises" ist eines der vielschichtigsten, überzeugendsten Alben dieses Genres im heurigen Jahr. Das Album ist ein zeitweise ein melancholischer Brocken, der immer wieder durch eingängige Riffs und mitsingtaugliche Melodien aufgelockert wird.
Auch wenn mir das Album nicht auf Anhieb zugesagt hat, muss ich ehrlich zugeben, dass sich mir die Platte mittlerweile mehr als erschlossen hat. Vielleicht frisst sich das Ganze nicht auf Anhieb in die Gehörgänge; Songs wie "Elysian Fields", "Broken", sogar "Lullaby" zeigen aber, welches Potenzial in VELVET OCEAN schlummert. Fazit: Diese Scheibe sei jedem Fan melodischer, intelligenter Musik ans Herz gelegt.



TRACKLIST:
 It’s So Hard
Tonight
Requiem
Butterfly
Truth Or Illusion
Elysian Fields
Broken
Innocent Eyes
Lullaby
Salvation

LINE-UP:
Riitu Ronkainen • Vocals
Jarkko 'Jake' Ronkainen • Guitar, Vocals
Jani Lehtinen • Guitar
Tuomas Vesa • Bass
Jami Alaverronen • Synths
Arto Alikoski • Cello
Bastian Schallschmidt • Drums




24.07..2020  Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020

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