WYRMWOODS - Earth Made Flesh

 

ARTIST: Wyrmwoods

TITLE: Earth Made Flesh

LABEL: Inverse Records

RELEASE DATE: January 15th 2018

GENRE: Atmospheric Black Metal

COUNTRY / CITY: Finland

RATING: 8/10


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WYRMWOODS tauchen quasi aus dem nichts auf und mit ihrer zwar traditionellen, aber auch leicht anders anmutenden Herangehensweise zu etwas mehr als einem Geheimtipp mutierten. Bei WYRMWOODS dominiert urwüchsiger Black Metal, aber die Finnländer haben noch mehr zu bieten. Die Songs sind ungestüm, aber wirken in ihrer Aggression zielgerichteter, konzentrierter. Entsprechend verpufft die Wirkung auch nicht so schnell, und das in Sachen Tempo variable Material bietet neben genügend Abwechslung auch eine ganze Reihe richtiger Hinhörer.  Auch wenn die Basis, von der aus WYRMWOODS agieren, typischer Black Metal ist, sind es gerade die alternativen Geschütze, die mitten ins Mark treffen. Ob nun das generell treibende Songwriting, die eingespielten Effekte, oder die immer wieder aus dem Hintergrund aufkommenden Melodien, es sitzt. WYRMWOODS spielen nicht überwiegend traditionellen Black Metal, sondern lässt vor allem Einflüsse aus dem derzeit immer weiter um sich greifenden Post-Rock-/-Metal-Bereich zu. Das schlägt sich neben dem immer vielseitiger werdenden Vocals vor allem in den unterschwelligen Leads nieder, die gleichermaßen eine schwermütige und melancholische Grundstimmung verbreiten. Bei "Abomination" lassen sie einige Uptempo-Parts zu, die ein wenig aus der Lethargie reißen. Seine Stärken finden WYRMWOODS dennoch vor allem in der aus dem Hintergrund zielsicher übergreifenden Grundstimmung des Albums, so entpuppt sich beispielsweise das eher gemäßigte "The Greater Festival of Mask" als einer der mächtigsten Songs auf "Earth Made Flesh". Das heißt aber noch lange nicht, dass WYRMWOODS in schnelleren Songs allzu spürbar an Anziehungskraft einbüßen würden. "The One as Chaos and Egg", der abschließende Titeltrack kann gerade in seinem flotteren Parts begeistern. Insgesamt haben die Tracks eine deutliche schwarzmetallische Schlagseite, was neben dem schnellen Tempo und den schleifenden Riffs am Gesang liegt.  Die große Stärke von "Earth Made Flesh" liegt ohne Zweifel in der düsteren, morbiden Atmosphäre und in seiner Kompaktheit: Hier gibt es Dauerbeschallung, die einfach nur grimmigen Spaß macht und den Hörer atemlos zurücklässt. Das Album hat Biss, gutes Songwriting und Emotionen und lässt vor allem Einflüsse aus dem Post-Rock-/-Metal-Bereich zu. Nicht oberflächlich und weit davon entfernt, eine Kopie vergangener Zeiten zu sein. 



TRACKLIST:

1. Break the Seal     

2. The Greater Festival of Masks

3. Saturnalia

4. Abomination

5. Primordial Waters / The Well of Urth

6. The One as Chaos and Egg

 

LINE-UP:

Nuurag-Vaarn


15.01.2018  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020 

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