YSGAROTH - Storm Over a Black Sea

ARTIST: Ysgaroth
TITLE: Storm Over a Black Sea
RELEASE DATE: 13.11.20
GENRE: Progressive Extreme Metal
COUNTRY / CITY: Canada
RUNNING TIME: 49:05
RATING: 7 / 10


YSGAROTH brauchen keinen Hyperblast, um ihren Songs Nachdruck zu verleihen und zeigen auch mit den neueren Songs, dass sie eine ernstzunehmende Konkurrenz darstellen. Der Track "Rain" ist ein wirklich guter Start ins Album. Gründe liegen auf der Hand, denn erstens ist das Material trotz der Härte recht eingängig und zweitens mischen sie auch langsamere Parts mit ein, wie z.B. in "Nam Gloria Satanas". So lange es gefällt, ist es gut. YSGAROTH machen jedenfalls nicht den Fehler, dass sie die schmackhafte Suppe immer wieder aufwärmen, bis sie eines Tages ungenießbar ist. "Sacred" ist ein harter typischer Song mit moderneren Licks. "Altar of Scars" marschiert mit Groove kräftig nach vorne. Steve Cuddington an den Drums gibt  alles, Shawn Hillman ebenso, ganz zu schweigen von Kurt Steigleder. Das Schlagwerk hämmert gnadenlos, der Bass wummert deutlich hörbar, die Gitarren schreddern Melodien. "Forward Unto Death" wäre hier als schönes Beispiel zu nennen. Absolut mitreißend – wer hier nicht von dunkler Leidenschaft ergriffen wird, dem ist wohl nicht zu helfen.



Nebst treibenden Gitarren, vielseitigen und abwechslungsreichen Vokals scheint die Band auch akustisch nicht ganz unbedarft zu sein. Bestes Beispiel dafür ist  der Song "Deluge", der mit düsteren und klassisch angehauchten Klängen tiefgreifende Gefühle erzeugt und beeindruckend beweist, wie schön doch immer wieder nur leicht angezehrte Klänge sein können. Das Rad erfinden YSGAROTH zwar auch nicht neu, begeistern aber mit überdurchschnittlicher musikalischer Qualität und vor allem durch songdienliche Kompositionen, die nicht nur wegen ihrer Länge keine bloßen Einstagsfliegen sind. Natürlich haben sie eine eigene Linie gefunden, um die sich ihre Musik zieht, aber sie wiederholen sich nicht andauernd selbst. Besonders der letzte Song , wandelt sich nach dem Einstieg im mittleren Tempobereich zu einer rasenden Bestie um dann wieder gemäßigter, aber nicht etwa "freundlicher" zu werden.



TRACKLIST:
1. Rain
2. Nam Gloria Satanas (feat. Jessie Grace of KOSM)
3. Sacred
4. Altar of Scars
5. Forward Unto Death (feat. Jessie Grace of KOSM)
6. Deluge (feat. Erik Leonhard of KOSM)

LINE-UP:
Shawn Hillman (Bass)
Steve Cuddington (Drums)
Kurt Steigleder (Guitar, Vocals)


21.11.2020 -- Thomas Müller  c) KOBZR - MAGAZINE 2015-2020 

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